Wir müssten eigentlich noch ein Jahr anhängen. Ja, wenn wir alles Schöne in Ruhe entdecken wollen würden, bräuchten wir ein weiteres Jahr. Mindestens.
Alle, die reisen, kennen das; dieses Abwägen zwischen ankommen und unterwegs sein wollen.
Ankommen wollen. Ja das wollen wir in Georgien. Im Herbst. Also quasi jetzt. Weil sich unsere ganze Reise etwas verzögerte, haben wir nun fast bisserl Zeitstress. Herje. 🙂 Das bedeutet, dass wir zügig ostwärts vorwärts kommen wollen. Wenn da bloss nicht die vielseitige Türkei unter unseren Rädern vorbeirollen würde. Unterwegs sein wollen wir ja auch. Unterwegs sein bedeutet für uns, dass wir auch Zeit haben für Umwege und fürs Treibenlassen. So geht uns das im Moment mit dem Abwägen.
Nach den Tagen in Istanbul verbrachten wir drei gemütliche Tage am schönen Ort Safranbolu. Da liessen wir uns treiben. Schlenderten durch die Gassen, wanderten durch den Tokatli Canyon und entspannten im Hamam. Bilderbuchtouristen.
Nun fahren wir der Schwarzmeerküste entlang, quasi direttissima an die Grenze? Nicht ganz. Wir merken auch hier, dass wir das eine oder andere Seitental erkunden möchten. So zum Beispiel das Altindere Valley mit dem Sümela Kloster und die Bergdörfer auf den Plateaus drumherum.
Ihr merkt, so ganz durchflitzen können und wollen wir nicht. Das eigene Tempo finden ist die Kunst. In diesem Sinne hoffen wir, dass der Georgische Herbst noch ein bisschen bleibt und auf uns wartet. Wir kommen; in unserem Tempo.







Weniger ist mehr! Take it easy, take it in!
LikeLike